Website 2026: Was Besucher, Google und das Gesetz jetzt erwarten
Tempo auf dem Smartphone, Barrierefreiheit, ehrlicher KI-Einsatz und lokale Auffindbarkeit – ein Überblick mit Kurz-Check.
Eine Website ist heute selten „fertig“. Besucher erwarten Tempo auf dem Smartphone, Google misst genauer als je zuvor, und seit 2025 und 2026 kommen gesetzliche Pflichten dazu, die viele Betriebe noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Dieser Überblick zeigt, worauf es Ende 2026 wirklich ankommt – ohne Fachchinesisch und mit einer kurzen Checkliste am Ende.
1. Schnell auf dem Smartphone – messbar, nicht gefühlt
Google bewertet Seiten anhand der Core Web Vitals. Drei Werte zählen: Wie schnell erscheint der Hauptinhalt (LCP, gut bis 2,5 Sekunden), wie schnell reagiert die Seite auf einen Tipp oder Klick (INP, gut bis 200 Millisekunden), und wie ruhig bleibt das Layout beim Laden (CLS, gut bis 0,1).
Seit März 2024 ist INP Teil dieser Werte. Er macht sichtbar, was Besucher längst spüren: Eine Seite, die zwar lädt, aber träge auf Eingaben reagiert, wirkt kaputt. Gemessen wird dabei vor allem die mobile Ansicht – sie ist für Google der Maßstab.
2. Barrierefrei – für viele Pflicht, für alle ein Gewinn
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es betrifft vor allem Angebote, über die Verbraucher online etwas kaufen oder buchen – etwa Online-Shops und Buchungsstrecken. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen.
Unabhängig von der Pflicht lohnt sich Barrierefreiheit immer: ausreichende Kontraste, gut lesbare Schrift, Bedienung per Tastatur und große Tippflächen machen eine Seite für jeden angenehmer – auch für den Kunden, der sie draußen in der Sonne auf dem Handy öffnet.
3. Ehrlich beim Einsatz von KI
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Wer zum Beispiel einen Chatbot einsetzt, muss erkennbar machen, dass Besucher mit einer KI sprechen – sofern das nicht ohnehin offensichtlich ist.
Für die meisten Websites heißt das: kurz und ehrlich offenlegen, wo KI im Spiel ist. Das schafft Vertrauen, statt es zu kosten.
4. Gefunden werden – auch von KI-Suchen
Immer mehr Fragen werden direkt in Suchmaschinen und KI-Assistenten beantwortet. Damit Ihr Angebot dort auftaucht, braucht es klare Inhalte: Wer sind Sie, was bieten Sie an, für welche Region, zu welchen Bedingungen? Strukturierte Daten helfen Maschinen, diese Fakten sicher zuzuordnen.
Für lokale Betriebe gilt besonders: Ort und Einzugsgebiet gehören sichtbar auf die Seite – in Titel, Text und Kontaktdaten.
5. Pflegbar statt veraltet
Eine Website, die ständig Sicherheits- und Erweiterungs-Updates braucht, kostet dauerhaft Zeit und Geld – und wird schnell zum Risiko, wenn sie liegen bleibt. Moderne, schlanke Technik reduziert diesen Aufwand deutlich und bleibt auch nach Jahren schnell.
Genauso wichtig ist ein fester Ansprechpartner, der die Seite kennt. Dann sind Änderungen eine Sache von Stunden, nicht von Wochen.
Kurz-Check für Ihre Website
- Lädt der Hauptinhalt auf dem Handy in unter 2,5 Sekunden?
- Reagiert jede Schaltfläche sofort auf einen Tipp?
- Sind Texte kontrastreich und Tippflächen groß genug?
- Ist erkennbar, wo KI zum Einsatz kommt?
- Stehen Ort, Leistungen und Kontakt klar auf der Seite?
- Gibt es jemanden, der Updates und Änderungen zuverlässig übernimmt?
Sie möchten wissen, wo Ihre Website steht? Ein Blick auf die Leistungen zeigt, wie ich dabei unterstütze – und wenn sich wiederkehrende Abläufe automatisieren lassen, finden Sie die Möglichkeiten unter Automatisierungen.
Hinweis: Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick (Stand Oktober 2026) und ersetzt keine Rechtsberatung.
